„Zunftobe Grenzach“

Die Zunftabende der Narrenzunft Grenzach werden bereits seit über 50 Jahren aufgeführt. In einzelne Bühnenstücke verpackt, werden lokale und globale Themen aufgearbeitet und dem Publikum als „komödiantische Leckerbissen“ serviert.

Nicht selten leistet das „Zunftobeensemble“ (wie es im allemanischen Sprachgebrauch genannt wird) auch Aufklärungsarbeit, denn nicht alle dem Publikum gezeigten Begebenheiten sind weitläufig bekannt, wurden bewusst verschwiegen oder haben zum Zeitpunkt der Aufführungen noch gar nicht stattgefunden!

 

Die Geschichte der Grenzacher Zunftabende

Der Ursprung der Grenzacher Zunftabende geht auf das Jahr 1960 zurück. Schon damals, die Fasnacht in Grenzach steckte noch in den Kinderschuhen, spielte sich diese nicht nur auf der Strasse und an den Fasnachtsbällen ab. Es fanden sich Fasnächtler, die das Publikum mit verschiedenen Bühnenstücken erfreuten. Der Zunftabend 1960 wurde noch vornehmlich von Mitgliedern der Dängeligeist Clique bestritten, doch bereits 1961 stießen einige Mitglieder des Grenzacher Gewerbevereins dazu. Unter der Federführung von Regisseur Wolf Wetzel formierte sich das erste Zunftobeensemble. Wolf Wetzel legte mit seiner nachhaltigen Regiearbeit die „Marschrichtung“ der Zunftabende fest, die in großen Teilen auch heute noch Bestand hat. So ist eines der  ungeschriebenen Gesetze auf ihn zurückzuführen, das besagt, daß Frauen auf der Bühne ausschliesslich von den männlichen Akteuren gespielt werden müssen.
1984 übernahm Rainer „Gummi“ Hartmann die Regie und spann den von Wolf Wetzel übernommenen Faden bis zu seinem überraschenden Tod im Jahr 2007 weiter. Seit 2007 liegt die Regie in den Händen von Peter „Pius“ Jehle.

Die Namensgebung

Der Name „Zunftspieler“ ist streng genommen die Kurzform von „Zunspielerensemble der Narrenzunft Grenzach“. Die ganze „Clique“, die eigentlich keine richtige Clique im Sinne der Stassenfasnacht ist, besteht nicht nur aus Zunftspielern. Um 6 Zunftabende auf die Beine stellen zu können, benötigt es neben den Akteuren auf der Bühne auch Souffleusen, Kartenverkäufer, Maskenbildner, Ton-, Licht- und Videotechniker, Kulissenbauer, Kulissenschieber und viele andere helfende Hände. Also ein ganzes Ensemble!

Das Häs

Ein Häs tragen die Zunftspieler nicht. Das Erkennungszeichen der Zunftspieler ist eine kleine Anstecknadel mit dem vom Schauspiel bekannten Emblem, welches ein lachendes und ein weinendes Gesicht darstellt. Bei besonderen Gelegenheiten tragen die Zunftspieler einen „Baslerhut“.

Termine

Die Zunftabende finden am Fasnachtswochenende sowie an den beiden vorangehenden Wochenden statt. Die Aufführungen sind jeweils  am Freitag- und Samstagabend.

=> Termine

 

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Zunftobe 1960: Ausserirdische

Zunftobe 1960: Ausserirdische